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Tierprojekte FAQs

FAQs zu unseren Tierprojekten

Was genau sind Landwirtschaftsprojekte mit Nutztieren?

Die Förderung einer integrierten Landwirtschaft mittels nachhaltiger Tierhaltung ist das Ziel der Projekte. Das bedeutet, dass die Einkommensquellen der Familien auf Anbau von Getreide, Gemüse und eben die Haltung von Tieren ausgeweitet werden. Die Menschen in unseren Projekten bekommen so ein stabiles Auskommen welches auf mehreren Quellen fußt. So können negative Einflüsse wie beispielsweise wenig Niederschlag, Krankheiten bei Pflanzen oder Tieren in einem Bereich durch das andere Standbein abgemildert werden. Nachhaltig im Sinn dieser Herangehensweise bedeutet vor allem, dass die verteilten Tiere Nachkommen bekommen, die wiederum an andere Begünstigte weitergegeben werden. So wächst das Projekt von selbst und das ganze Dorf profitiert.

Welche Projekte mit Nutztieren gibt es?

  • Die Caritas Österreich unterstützt mit Spenden Landwirtschaftsprojekte mit Nutztieren:
  • Landwirtschaftliche Aktivitäten und Tierhaltung kleinbäuerlicher Familien
  • Landwirtschaft und Tierhaltung zur Förderung der Ernährungssouveränität
  • Eine nachhaltige und artgerechte Tierhaltung, die den Bauern größtmöglichen Nutzen schafft
  • Landwirtschaft und Tierhaltung, die es den Bäuerinnen und Bauern ermöglicht, über den Eigengebrauch hinaus Tiere zu züchten und zu verkaufen
  • Eine vielfältige Landwirtschaft, um ein möglichst stabiles Auskommen der Bäuerinnen und Bauern zu ermöglichen
  • Menschen mit nomadischer Lebensweise, z.B. Hirten werden durch den Ankauf von Nutztieren, durch veterinärmedizinische Beratung und Herdenmanagement unterstützt. Feldbau und Viehhaltung auf Naturweiden werden miteinander kombiniert und leisten einen wichtigen Beitrag zum Lebensunterhalt

Nach welcher Ausrichtung wird die Tierhaltung in Caritas Projekten geführt?

Die Caritas stützt ihre internationale Programmarbeit auf die kirchliche Soziallehre. In seiner Enzyklika „Laudato Si“ setzt sich Papst Franziskus für eine artgerechte Tierhaltung ein: „Doch es wäre auch irrig zu denken, dass die anderen Lebewesen als bloße Objekte angesehen werden müssen, die der willkürlichen Herrschaft des Menschen unterworfen sind. Wenn die Natur einzig als Gegenstand des Profits und der Interessen gesehen wird, hat das auch ernste Folgen in der Gesellschaft.“ Dementsprechend setzt sich die Caritas in ihrer Arbeit für eine nachhaltige und artgerechte Tierhaltung ein.

Sind die Landwirtschaftsprojekte mit Nutztieren biologisch zertifiziert?

Aus langjähriger Erfahrung wissen wir, dass eine Zertifizierung der Bauern in den meisten Ländern, in denen wir tätig sind, sehr schwer umsetzbar ist. Wir bemühen uns jedoch, die Prinzipien einer ökologischen Landwirtschaft, beispielsweise keine wachstumsfördernden Hormone, nur ökologisch hergestellte Futtermittel sowie Maßnahmen der Tiergesundheitsvorsorge zu berücksichtigen.

Was genau ist der Vorteil eines landwirtschaftlichen Nutztierprojekts gegenüber einem Projekt ohne Nutztiere?

In den Projekten werden positive Wechselwirkungen zwischen ökologischem Landbau und Tierhaltung genutzt: Gefördert werden in erster Linie integrierte Systeme welche positive Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Landwirtschaftstechniken und Tierhaltung ermöglichen: So werden z.B. der Mist der Tiere als Dünger für die Landwirtschaft und Abfälle oder Überschüsse aus der Landwirtschaft als Futtermittel verwendet.

Nach welchen Kriterien erfolgt die Auswahl der Tierrassen?

Bei der Auswahl der Tierrassen legen wir Wert auf lokale Rassen und Tierarten, welche mit traditionellem Wissen, Methoden und lokalen Ressourcen gehalten werden können und fragile Ökosysteme nicht zusätzlich belasten. In den Projekten gehaltene Nutztiere sollten an die Ökosysteme angepasst sein und den TierhalterInnen mit möglichst geringem Mitteleinsatz ausreichenden Ertrag ermöglichen. Kreuzungszüchtungen oder Maßnahmen zur Auffrischung des Genpools sind mögliche Maßnahmen um Erträge zu steigern und auf sich verändernde Umweltbedingungen zu reagieren. Bevorzugt werden Mehrnutzungsrassen, beispielsweise bei Hühnern um sowohl Fleisch- als auch Eierproduktion zu ermöglichen. Die Verwendung von Hybridrassen (Geflügel) wird nur eingeschränkt für spezielle Nutzungen unterstützt und kommt nur nach sorgfältiger Prüfung der jeweiligen Voraussetzungen zum Einsatz.

Welche Futtermittel werden verwendet?

Die Nutztiere werden artgerecht und entsprechend ihres Alters, ihrer Aufgabe und Haltungsform gefüttert. Es werden fast ausschließlich lokal verfügbare bzw. angebaute Futtermittel verwendet. Wir unterstützen die Produktion von Futtermitteln, die nicht mit der Nahrungsmittelproduktion konkurrieren, z.B. den Anbau von Futterbäumen und Futtergräsern, Abfallprodukte aus der Müllerei (Kleien), Erntereste, Leguminosen (Bohnen)-Stroh. Für die semiintensive Geflügelhaltung werden Termiten, Schnecken und Trockenfischabfälle als Proteinlieferanten verwendet. Der Einsatz von wachstumssteigernden Hormonen und anderen umstrittenen Futtermittelzusätzen wird nicht unterstützt. Der Anbau von gentechnisch veränderten Futtermitteln, sowie der Einsatz von nicht-biologischen Pflanzenschutzmitteln in der Futtermittelproduktion wird ebenfalls nicht unterstützt.

Welche Richtlinien gibt es bei der Tiergesundheit?

Das Wohlergehen und die Gesundheit der Nutztiere sind wichtig um KleinbäuerInnen in der Ausübung ihres Lebensunterhalts zu unterstützen. Auch in der kleinstrukturierten Landwirtschaft und Tierhaltung kann es notwendig sein, Medikamente einzusetzen, um Krankheiten zu lindern und zu heilen und in weiterer Folge auch um existenzbedrohende Ertragsausfälle zu vermeiden. Vor Übernahme der Tiere werden die Familien in Tiergesundheit, artgerechter Haltung und Ernährung geschult. Der Einsatz von Medikamenten ist auf ein Mindestmaß reduziert und integrierte Maßnahmen zur Unterstützung der Tiergesundheit (Hygiene, Fütterung, Pflege, etc.) werden gefördert. Der Bedarf an Schulung und Betreuung durch Landwirtschaftsberater ist groß.

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